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Was geht ab in der Articlett-Fabrik?

Wir bringen Medienkompetenz an die Schule!

Gute Nachrichten für Articlett! Vor Kurzem haben wir erfahren, dass unser neues Medienkompetenz-Projekt von der Bundesregierung als „Projekt zur strukturellen Stärkung des Journalismus“ gefördert wird. Doch was heißt das jetzt?

Wir überlegen schon seit einiger Zeit, wie wir euch nicht nur vielfältigen Journalismus zugänglich machen können, sondern auch einen Beitrag zur Stärkung von Medienkompetenz und faktenbasierten und lösungsorientierten Diskursen leisten können.

Gerade die Pandemie hat gezeigt wie nötig das ist: Viele Menschen haben jeglichen Bezug zu Wissenschaft und Fakten verloren, online regiert in vielen Kommentarbereichen der Hass, und gezielte Desinformation umspült das Fundament unserer Demokratie.

Wir glauben, dass Medienkompetenz heute deutlich mehr sein muss, als seine eigene Auswahl an verlässlichen Quellen zu haben - und das solche Medienkompetenz schon früh im Leben erlernt werden muss.

Deshalb wollen wir Medienkompetenz jetzt an die Schulen bringen. Klar, dort gibt es schon Medienkompetenz im Unterricht, doch die Anforderungen an Medienkompetenz wachsen und verändern sich so schnell, dass viele Lehrkräfte vor echten Herausforderungen stehen. Um auch in Zukunft gegen Desinformation gewappnet zu sein, benötigen wir für Medienkompetenz neue Teilkompetenzen, die über den heutigen Medienkompetenzbegriff hinaus gehen.

Dazu gehört beispielsweise ein Verständnis von Logik und Wissen wie wissenschaftliches Arbeiten funktioniert oder gute Studien aufgebaut sind. Aber auch grundlegende Digitalkompetenzen wie Verständnis von Algorithmen sind unerlässliche Fähigkeiten für eine Medienkompetenz, die auch gegen komplexere Formen der Desinformation und Fake News resistent ist. Werden solche Kompetenzen frühzeitig erlernt, können sie ein Leben lang trainiert und ausgebaut werden. Daneben möchten wir Schüler:innen mit Articlett natürlich auch die journalistischen Inhalte unserer Partner:innen zugänglich machen und Lehrkräften ermöglichen, diese im Unterricht einzusetzen.

Die Digitalisierung hat die Art und Weise wie wir Informationen beziehen und verarbeiten so massiv verändert, dass die Medienkompetenz vieler Menschen nicht mithalten konnte. Mit den wachsenden Fähigkeiten von künstlicher Intelligenz werden diese Herausforderungen um ein Vielfaches größer werden und ganz neue Möglichkeiten für gezielte Desinformationskampagnen bieten.

Das Titelbild dieses Blogposts haben wir übrigens innerhalb weniger Sekunden mit der Text-zu-Bild KI „Stable Diffusion“ generiert. Als „Denkanstoß“ haben wir dem neuronalen Netz nur folgenden Text gegeben „teamwork, having success, building, coding, designing, painting, app, monitor, notebook, cartoon style“. Daraus ist dann das Bild entstanden.

Die Technik steht zwar erst am Anfang, das kreative Potential ist aber schon jetzt schier unendlich. Doch was jetzt kreative Prozesse befeuern oder auf Knopfdruck neue Albumcover erstellen kann, erzeugt in Zukunft möglicherweise falsche Tatsachen oder bebildert Fake News. Gleichzeitig lassen sich echte Bilder von Unrecht, Gewalt und Skandalen einfach als künstlich generierte Bilder abtun. Da hilft auch keine Google Bilder Rückwärtssuche mehr.

Klingt Gruselig? Umso wichtiger finden wir es, zu verstehen wie die Technologien dahinter funktionieren und wie wir sie nutzen können, um unser Leben zu bereichern. Für das nächste Jahr haben wir deshalb die Entwicklung einer Vielzahl von Tools, digitalen Lerninhalten und Unterrichtsentwürfen geplant.

Dafür suchen wir auch noch Unterstützung: Falls Du Entwickler:in, Medienpädagog:in oder Designer:in bist, schau doch mal hier vorbei, vielleicht haben wir einen Job für dich.

Von Jonas am 07.09.2022

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